Vom Monolith zur Multi-Agenten-DSGVO-Compliance
Das Problem mit monolithischer Compliance
Als wir Marssteins Compliance-Engine zum ersten Mal gebaut haben, war es eine einzelne Pipeline: Dokument eingeben, durch eine Regelkette laufen lassen, Bericht ausgeben. Es funktionierte — bis es nicht mehr funktionierte. Reale Compliance ist unordentlich, kontextabhängig und erfordert Reasoning, das lineare Pipelines nicht bewältigen können.
Der Multi-Agenten-Ansatz
Wir haben unsere Engine in spezialisierte Agenten zerlegt, die jeweils für eine spezifische Compliance-Domäne verantwortlich sind:
- Dokumenten-Analysator: Liest und klassifiziert eingehende Richtlinien
- Gap-Detektor: Vergleicht mit regulatorischen Anforderungen
- Berichtsgenerator: Erstellt audit-fähige Dokumentation
- Validator: Überprüft Ausgaben auf Konsistenz
Wie sie zusammenarbeiten
Agenten kommunizieren über eine gemeinsame Kontextschicht. Der Dokumenten-Analysator gibt strukturierte Erkenntnisse an den Gap-Detektor weiter, der fehlende Anforderungen identifiziert und an den Berichtsgenerator weiterleitet. Der Validator läuft als finale Prüfung.
Der Wechsel von Regeln zu Reasoning-Agenten war die größte Verbesserung unserer Compliance-Genauigkeit.
Ergebnisse
Das Multi-Agenten-System reduzierte False Positives um 60% und halbierte die Verarbeitungszeit. Wichtiger noch: Es behandelt Grenzfälle, die unser regelbasiertes System schlicht nicht adressieren konnte.
Ausblick
Wir fügen jetzt Lernfähigkeiten hinzu — Agenten, die sich über die Zeit basierend auf menschlichem Feedback verbessern.